Nidhogg

Nidhogg

Epische Schwertduelle für zwei Spieler

In Nidhogg treten zwei Kontrahenten in einem Schwertduell gegeneinander an. Als Belohnung wird der Gewinner von einem riesigen Drachen-Wurm verschlungen. Was sich etwas seltsam anhört, entwickelt schnell echtes Suchtpotential. Das Spiel ist einfach gestrickt, hat eine gut bedienbare Steuerung und verspricht endlosen Spaß. Man darf sich nur nicht von der Grafik abschrecken lassen! Nidhogg kann man zwar auch allein spielen, aber im Grunde ist es ein Multiplayer-Spiel. Ganze Beschreibung lesen

Vorteile

  • Exzellenter lokaler Multiplayer
  • Veränderbare Kampfeinstellungen
  • gute Steuerung

Nachteile

  • Einspieler-Modus schwach
  • Wenige Szenarien

Ausgezeichnet
9

In Nidhogg treten zwei Kontrahenten in einem Schwertduell gegeneinander an. Als Belohnung wird der Gewinner von einem riesigen Drachen-Wurm verschlungen. Was sich etwas seltsam anhört, entwickelt schnell echtes Suchtpotential. Das Spiel ist einfach gestrickt, hat eine gut bedienbare Steuerung und verspricht endlosen Spaß. Man darf sich nur nicht von der Grafik abschrecken lassen! Nidhogg kann man zwar auch allein spielen, aber im Grunde ist es ein Multiplayer-Spiel.

En garde!

Nidhogg ist ein Duell auf Leben und Tod zwischen zwei Fechtern, die nur ihren Degen und ihren Mut besitzen. Die Kämpfer können sich auf verschiedene Art bewegen, wie springen, sich bücken, das Schwert werfen, mit den Fäusten kämpfen oder an den Wänden abstützen. Im Zentrum steht aber das klassische Fechtduell im Stil von Prince of Persia.

Sieger im Drachenmagen

Die Kämpfe finden in seltsamen Szenarien voller psychedelischer Farben statt und sind in verschiedene Abschnitte aufgeteilt. Nach jedem Gefecht braucht der getötete Spieler einige Sekunden, um erneut auf der Szene zu erscheinen. Diese Zeit kann der Sieger zum Vorrücken nutzen. Am Ende gewinnt der Spieler, der als erstes auf die andere Seite gelangt, um dort von einem Drachen verschlungen zu werden.

Spielfilm aus Überlebenskampf, Tod und Rache

Das ist allerdings nur die technische Beschreibung von Nidhogg. Im Spiel selbst sieht das alles ganz anders aus. Das Spiel lebt, verwandelt sich in einen Spielfilm aus Überlebenskampf, Tod und Rache. Die Schnelligkeit der Kämpfe sowie die Tatsache, dass man mit lediglich einer Stichwunde zu Tode kommt, geben dem Spiel wahren Endkampfcharakter. Um den Angriffen des Rivalen auszuweichen und am Leben zu bleiben, muss man schnell sein. Und wenn es einen doch einmal erwischt, wird man in drei Sekunden wieder zum Leben erweckt.

Fallen, Löcher, Geisterböden

In den sehr unterschiedlichen Szenarien sind außerdem kleine Fallen versteckt, die die Duelle zusätzlich erschweren. So gibt es Löcher, sich bewegende Böden, Türen, Pflanzen, hinter denen sich die Kämpfer verstecken, Plattformen, die verschwinden ... Ein kleines Loch im Boden kann manchmal den Ausgang des Kampfes dramatisch verändern.

Schwierigkeitsgrad steigt stetig

Der Ein-Spieler-Modus besteht aus einer Reihe von 16 Duellen. Der Schwierigkeitsgrad steigt stetig. Die Künstliche Intelligenz wirkt zwar am Anfang etwas dämlich, steigert sich aber mit Fortschreiten der Kämpfe und überrascht einen am Ende mit dem ein oder anderen Trick. Daher ist es wahrlich nicht einfach, ans Ziel zu gelangen.

Merhspieler: Duell oder Turnierversion

Die Stärke von Nidhogg liegt aber ganz klar in der Mehrspieler-Variante, die in zwei Versionen funktioniert: das Duell auf Leben und Tod und die Turnierversion mit bis zu acht Spielern, das sich ideal für Partys eignet. Bei beiden Versionen kann man Einstellungen ändern, die Gegner ohne Schwerter antreten lassen, die Schwerkraft verändern, einen plötzlichen Herztod provozieren und mehr.

Unendliche Möglichkeiten und leicht erlernbar

Bei Nidhogg dreht sich alles um die Steuerung. Das wichtigste ist dabei, die wenigen zur Verfügung stehenden Bewegungen mit Geschick einzusetzen. Die Kämpfe sind nervenaufreibend, kann doch schon der kleinste Fehler vom Rivalen zum tödlichen Gegenstoß genutzt werden.

Die Fechtduelle sind mit nur drei Abwehrtechniken (hoch, mittel, tief) und nur einem Angriff (Stich) limitiert. Trotzdem baut das Spiel durch seine Schnelligkeit viel Spannung auf. Hier heißt es kühlen Kopf bewahren, wenn man den Kampf gewinnen will. Natürlich braucht man auch ein bisschen Glück.

Alle anderen Bewegungen sind keine Kampfbewegungen. Neben springen und rennen kann man etwa das Schwert werfen, springen und kicken oder sich gegen die Wände werfen. Auch die Kämpfe, die ohne Waffe, aber mit aller Kraft ausgetragen werden, sind äußerst knackig und oft unvorhersehbar.

Das Beste an der Steuerung bei Nidhogg ist, dass man sie leicht erlernen und dann bis zum Äußersten ausreizen kann. Hierbei spielt das Niveau des Spielers keine Rolle, Nidhogg ist für alle machbar.

Gewöhnungsbedürftige Grafik

Was die Grafik betrifft, scheint Nidhogg offensichtlich kein gutes Spiel zu sein. Durch die starke Pixelung, die wenigen Details auf dem Bildschirm und den allzu verschwenderischen Umgang mit Farben könnte man das Ganze eher für einen schlechten Scherz halten.

Doch das Spiel ist so gewollt. Außerdem ist es bei genauerer Betrachtung gar nicht so schlecht gemacht. Die Animationen der Pixel-Fechter beispielsweise sind geradezu spektakulär. Auch die verschiedenen Bereiche machen die Kämpfe spannend.

Musik und Stimmen (oder besser gesagt Todesschreie) sind allerdings auch eher hart an der Grenze des guten Geschmacks.

Fazit: Herausforderung im 80er Jahre-Stil

Nidhogg ist für mehrere Spieler Spaß pur, eine echte Herausforderung. Das Duell ist hierbei auf dem grafisch niedrigsten Niveau gehalten, das ein Spiel bieten kann. Hierbei erinnert es ein bisschen an die Klassiker der 80er Jahre wie Joust oder Mario Bros, bei denen ebenfalls mit geringen Mitteln endlose Schlachten ausgetragen wurden. Einziger wirklicher Kritikpunkt sind daher die wenigen Szenarien und die sicher viele Spieler abschreckende Ästhetik. Ansonsten ist es ein hervorragendes Spiel, um ganze Abende lang mit Freunden einen riesigen Spaß zu haben.